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Spannung pur ist angesagt, wenn die Wildwasser
Kanu Tour durch die Wildflusslandschaften führt. Anspruchsvolle
Streckenabschnitte stehen dabei sanften, ruhigen Passagen gegenüber.
Begibt man sich auf eine Kanu-Tour, kann man
sich auf den Wechsel zwischen anspruchsvollen Streckenabschnitten
und sanften, ruhigen Bereichen, die Zeit für das Beobachten der
beeindruckenden Landschaften mit sich bringen, freuen.
Dabei bietet die gleitende und ruhige
Fortbewegungsart auf dem Wasser und die spezielle Perspektive auf
die reizvollen Uferlandschaften dem Kanusportler ein Naturerlebnis
der besonderen Art. Gleichzeitig fordert das Bewältigen der
Strömungen und Wellengänge den sportlichen Ergeiz und es ist
natürlich genau das, was das Kanu Fahren und insbesondere den
Wildwasser Kanu Sport ausmacht. So bewirken diese beiden Aspekte,
dass der Kanusport in Deutschland recht weit verbreitet ist.
Aufgrund der verschiedenen Bootarten, die sich
im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben und natürlich auch in
Anbetracht der unterschiedlichen Beschaffenheit von Gewässern, ist
eine Vielzahl an unterschiedlichen Varianten des Kanusports
existent.
Neben der meist praktiziertesten Form des Kanu
Fahrens, dem Kanuwandern auf ruhigen Flüssen und Seen, ist es das
Wildwasser Kanu Fahren, das sich großer Beliebtheit erfreut. Enge
Flussabschnitte, stärkere Gefälle sowie Steine und Felsen auf dem zu
überwindenden Weg erfordern eine exakte Fahrweise. Hier lassen die
Herausforderungen des Flusses bezüglich Reaktionsschnelligkeit und
Kraft und Geschicklichkeit die Fahrt zum abenteuerlichen Erlebnis
werden. Den individuellen Kenntnissen und Fähigkeiten entsprechend,
kann der Kanute Flüsse unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade
auswählen:
I – leicht, d.h.
kleine Schwälle, wenige und erkennbare Hindernisse
II – mittelschwer, d.h. häufige Schwälle sowie
leicht erkenn- und befahrbare Wirbel und Kehren
III – schwer, d.h. zahlreiche Schwälle mit höheren,
unregelmäßigen Wellen, Wirbeln und Kehren
und schlecht erkennbaren Durchfahrten
IV – sehr schwer, d.h. lange Schwallstrecken, hohe,
unregelmäßige Wellen, schwierige Wirbel
und scharfe Kurven, hohe
Strömungsgeschwindigkeit, starke Verblockung und schlecht
erkennbare Durchfahrten
V – extrem schwer, d.h. durchgehende Schwallstrecken,
unregelmäßige Brecher, schwierigste
Kehren und Wirbel ebenso wie eine
hohe Strömungsgeschwindigkeit und kaum erkennbare
Durchfahrten
VI – Grenze der Befahrbarkeit, d.h. eine Steigerung sämtlicher
Schwierigkeiten
Die Schwierigkeitsgrade beim Wildwasser Kanu
sollten den individuellen Fähigkeiten und Herausforderungen
entsprechend gewählt werden.
Im WSC Heidelberg sind Wildwasserfahrer
jeglicher Fähigkeitsstufe versammelt. Es wird auf nahezu allen
Wildwasserflüssen Europas und dem Rest der Welt gepaddelt.
Regelmäßig finden Vereinsausflüge in die besten Wildwasserreviere
Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und Frankreich statt.
Kanuslalom ist eine Wettkampfdisziplin des
Kanusports. Ziel ist es, eine mit Toren festgelegte Strecke auf
schnell fließenden Wasser in kürzester Zeit fehlerfrei zu befahren.
Eine Strecke besteht aus einem zwischen 250
und 600 m langen Abschnitt, der eine Mindesttiefe von 40 cm und eine
Fließgeschwindigkeit von mindestens 2 m/sec (= 7,2 km/h) aufweisen
soll. Über die Strecke werden 18-25 Tore verteilt, die entsprechend
ihrer Nummerierung zu durchfahren sind. Die meisten, i.a. grün-weiß
gekennzeichneten Abwärtstore sind in Fließrichtung zu durchfahren;
mindestens 6 Tore müssen jedoch Aufwärtstore sein, die rot-weiß
gekennzeichnet und stromaufwärts zu durchqueren sind.
Ein Wettkampf besteht aus zwei Läufen
(Durchgängen), die Gesamtzeit eines Laufes ergibt sich aus der
Gesamtfahrzeit zuzüglich etwaiger Strafzeiten. Für die Ermittlung
des Gesamtergebnisses wurden bis 2008 die Ergebnisse der beiden
Läufe addiert; seit 2009 kommt nur noch der bessere Lauf in die
Wertung.
Für eine Torstabberührung werden 2
Strafsekunden, für ein Auslassen oder Falschbefahren (Richtung oder
Reihenfolge) eines Tores 50 Sekunden Strafzeit verhängt.
Sie können in jeglicher Art (vorwärts, rückwärts oder quer) von der
korrekten Befahrungsseite her befahren werden.
Grundsätzlich unterscheidet man im Kanuslalom
zwischen dem Kajak und dem Canadier. Der Kajak (K1) wird sitzend mit
einem Doppelpaddel fortbewegt und sowohl von männlichen als auch von
weiblichen Sportlern gefahren. Der Canadier wird kniend mit einem
Stechpaddel gefahren. Den Canadier gibt es als Canadier-Einer (C1)
und Canadier-Zweier (C2). Abgesehen vom Canadier-Zweier-Mixed
(C2-mixed), einer nationalen Bootsklasse, wird der Canadier
ausschließlich von männlichen Sportlern benutzt. Die Boot werden
ohne Steuerungseinrichtung gefahren. Richtungsänderungen werden
ausschließlich mit dem Paddel vorgenommen. Die Boote sind gegen
Wassereinbruch mit einer Spritzdecke verschlossen.
Kajak-Einer Canadier-Einer
Canadier-Zweier
Länge
3,50 m
3,50 m
4,10 m
Breite
0,60 m
0,65 m
0,75 m
Gewicht 9,0 kg
10,0 kg
15,0 kg
Im WSC Heidelberg ist die Kanu Slalomgruppe
klein aber fein. Aufgrund der Flachwasserbedingungen und der
Binnenschifffahrt auf dem Neckar ist eine Ausübung eher schwierig.
Dennoch finden sich immer wieder Slalomfahrer zusammen um an
Wettkämpfen im Wildwasserslalom teilzunehmen.
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